Vorbild Lehrer/innen-Sprache

Kinder lernen Sprache von Erwachsenen. Ein reiches und gutes Sprachangebot vermittelt den nötigen Input, aus dem Kinder die Umgebungssprache erwerben und entwickeln. Die Sprache der Lehrperson ist oft das einzige Sprachvorbild, dem die Schüler/innen begegnen. Daher ist eine reflektierte Lehrersprache von großer Bedeutung:

  • deutlich und klar artikuliert sprechen, aber nicht übertrieben
  • verständliche und korrekte Ausdrucksweise
  • vollständige Sätze sprechen
  • Reduzierte Komplexität
  • Sprechen in gemäßigter Lautstärke und nicht in Unruhe hinein
  • Unterstützung der Sprache durch nonverbales Kommunikationsverhalten (Gestik, Mimik)
  • Zurücknahme der eigenen Sprache zur Erhöhung des Sprachumsatzes der Schüler/innen
  • eigenes Handeln mit Sprache begleiten
  • Kinder sprachlich dort abholen, wo sie stehen und dann weiterfördern

Diesen reichen Input von Erwachsenen brauchen die Schüler/innen unbedingt für einen guten Spracherwerb. Das können Kinder Kindern nicht bieten, wenngleich diese wiederum wichtig für die Sozialkompetenz und zum Üben des Sprachgebrauchs im sprachlichen Handeln unter Peers sind.

 

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