DaZ-SuS sollen von ihrer Erstschrifterfahrung profitieren -> d. h., anhand individuell zusammengestellter Wörter und Sätze bereits bekannte und transferierbare Graphem-Phonem-Zuordnungen an den Anfang setzen. Von dort aus dann weitere Graphem-Phonem-Korrespondenzen (GPK) erarbeiten. Je ähnlicher das Erstschriftsystem dem deutschen Schriftsystem ist, desto schneller gelingt der GPK-Erwerb.

 

Auch wenn kaum (z. B. Russisch) oder keine Korrespondenzen übertragbar sind (z. B. Arabisch) haben die Verwender:innen dieser Schriften das phonographische Prinzip bereits erworben. Verwender:innen einer Silbenschrift (z. B. Japanisch) oder Bedeutungsschrift (z. B. Chinesisch)  hingegen müssen erst lernen, wie man Silben in Laute segmentiert.

 

Bei älteren Seiteneinsteiger:innen sollte man mit dem Sichtwortschatz beginnen, um Lautung und Bedeutung von Anfang an zu verknüpfen. Dazu sammeln die SuS Schriftzüge in ihrem Umfeld (z. B. einfache Namen von Firmen wie Hofer, Billa oder Glas (Glascontainer), Schule, Taxi, Bus usw.). Mit diesen Wörtern lässt sich das phonographische Prinzip einführen, die Durchgliederung und einzelne Graphem-Phonem-Zuordnungen stattfinden.