Die Förderung im Bereich Deutsch als Zweitsprache sollte vom Sprachstand des einzelnen Kindes ausgehen, um die Sprachkompetenzen Schritt für Schritt zu entfalten. Die Annahme, dass der sprachliche Entwicklungsstand eines Kindes mit relativ wenig Aufwand richtig eingeschätzt werden könne, ist problematisch, weil die Spracheineignung alles andere als linear verläuft.

Die hier vorliegenden Screening-Verfahren (-> Grund- und Sekundarstufe) dienen daher nur einer ersten Grobeinschätzung der jeweiligen Sprachkompetenzen, um den Bedarf und das Ausmaß der Förderung feststellen zu können.

Seitdem Schuljahr 2014/15 kommt ein weiteres Verfahren zum Einsatz, das Lehrer/innen unterstützt, die Aneignung des Deutschen als Zweitsprache über mehrere Jahre hinweg individualdiagnostisch zu begleiten (-> USB DaZ).

In der Einführungsphase des Instruments (bis 2018) werden 6 Schüler/innen mit USB DaZ beobachtet. Es empfiehlt sich, dies dreimal im Schuljahr zu wiederholen:

  • Oktober
  • Februar
  • Juni

Auf diese Weise können die Fortschritte regelmäßig dokumentiert und die Fördermaßnahmen zielgerichtet angeboten werden.

 

Für die anderen Schüler/innen werden am Schulende Sprachdokumentationen erstellt (-> Sprach-Dokumentation). Hier muss auch das jeweilige Sprachniveau eingetragen werden (-> Sprachniveaus).

Wenn ein/e Schüler/in  während des Schuljahres aus dieser Schule ausscheidet, muss eine Sprachdokumentation für das betreffende Kind erstellt und umgehend an das zuständige PBZ übermittelt werden.